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Huangguoshu Waterfalls und Guiyang

Das Frühstück im Hotel war sehr chinesisch aber ich muss ehrlich sagen, das finde ich mittlerweile gar nicht mehr schlimm, ganz im Gegenteil, ich finde die chinesische Küche richtig gut!
Also gab es Hühnersuppe mit Reisnudeln und Wassermelone um 8 Uhr morgens. Kein Kaffee, keine Brötchen. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal Brot oder Brötchen gegessen habe, auch Weizenprodukte sind  eine Weile her. Ab und an morgens Haferflocken, aber das war es eigentlich. Und es fehlt mir überhaupt nicht. Ich könnte mich immer so ernähren, ich finde die Küche genial. Es gibt immer wahnsinnig viel frisches Gemüse. Wenn man essen geht werden ganz viele Gerichte bestellt und alle teilen alles. Außerdem isst man mit Chop sticks viel langsamer, das macht das Essen viel gemütlicher.
Nach dem Frühstück dann weg aus unserem 5* luxury hotel los, zur Zementanlage.
Der Termin war interessant, aber viel cooler war, das Alex, mein Arbeitskollege (nichtraucher) immer Zigaretten dabei hat, weil es bei solchen Terminen immer sehr gut ankommt, wenn man diese dem Gesprächspartner anbieten kann. „Anne, cigarettes are like currency when I visit production sites.” Und es hat geklappt, die Führung war super, nicht zuletzt, weil Alex dem netten guide die ganze Schachtel geschenkt hat.
Danach sind wir direkt weiter zu den Huangguoshu Waterfalls. Das war einfach nur ohne Worte. Sowas geniales, so eine krasse Natur habe ich selbst in Neuseeland nicht gesehen. Ok, da vielleicht, aber sonst noch nirgendwo.  Im Prinzip läuft eine Tour zu den Wasserfällen so ab: man kauft Tickets, dann bringen Shuttlebusse die Touristen (alles Asiaten, ich habe keinen Westler gesehen) nacheinander zu drei verschiedenen Aussichtspunkten der Wasserfälle.  Beim ersten Punkt mussten wir nur etwa 10 Minuten laufen, bis wir den Wasserfall sehen konnten, beim zweiten Viewpoint haben wir drei Stunden gebraucht. Wir wußten einfach gar nicht was uns erwartet und mussten durch Höhlen klettern und den Dschungel  überwinden. Das war schon ziemlich genial, nur leider haben wir gedacht, wir schauen uns kurz eine Stunde den Wasserfall an und dann können wir nachmittags wieder zurück mit dem Bus nach Guanyang, zurück in die Zivilisation! Der letzte Bus fuhr um 4:30….dann mussten wir uns leider den dritten Viewpoint knicken, der nochmal 2-3 Stunden gedauert hätte. Unser Stamm-Taxi-Fahrer, den Alex von einem anderen Besuch bei der Zementanlage kannte, hat uns dann vorzeitig abgeholt und wir haben fast auf die Minute unseren Bus von Guanyang erreicht.  Ziemlich cool war auch, dass überall zwischendurch Obst und Gemüse von den Locals verkauft wurde. Es gab Gurken, die als ganzes zum Snack angeboten werden. Die werden dann einfach von oben nach unten von der Schale befreit, nur das letzte Stück wird ausgespart, das dient als Halter. Dann hat man quasi seine Gurke am Stil, genial. Und lecker. Alex hat mir erklärt, das die Minderheit dort Miao heißt und sie sehr viel Landwirtschaft betreiben.
Alex hatte außerdem ein „Hot Dog“, eine Wurst am Stil, die sich beim Probieren aber als fake entpuppt hat. Die Wurst wurde aus Reis gemacht und eingefärbt!!! Er hat mich nach dem ersten Bissen ganz enttäuscht angeguckt und meinte „Damn, ist a fake!“  Man, ich habe mich tot gelacht, die faken wirklich alles die Chinesen, selbst Hot Dog Würstchen!
Die Busfahrt nach Guiyang hat auf dem Rückweg super geklappt. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, haben wir einen Freund von Alex zum Essen getroffen. Was? Klar, Hot Pot. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir dann einer Wedding Party begegnet. Die Braut hat den sehr spärlich bekleideten Ehemann an einer Leine hinter sich her gezogen. Sah ein bisschen nach Junggesellenabschied aus. Als die wedding party mich entdeckt hat musste ich Fotos mit Braut u Bräutigam machen und es hagelte Blitzlicht….ganz ehrlich, das war krass…irgendwann haben Alex und sein Freund mich dann gerettet.
Witzig war auch, dass das Mädchen, das uns unser Gepäck aufs Zimmer gebracht hat, zwar ein Trainee war, die englische Übersetzung auf ihrem Namensschild lautete aber „Trainer“. Eine eindeutige Aufwertung würde ich sagen!
Am nächsten Morgen haben wir uns dann noch ein Viertel in Guanyang angeguckt mit Gebäuden, die im Ming-Dynastie Style gebaut sind, hatten lunch und sind zum Flughafen. Der Flug hatte fünf Stunden Verspätung, was mich so unendlich gernervt hat, weil ich mir gerne noch so viel anderes angeschaut hätte.
In jeden Fall ist Alex ein riesen Schatz, der hat alles genial organisiert und war super aufmerksam. Er hat sogar für mich gehandelt.
Am Wochenende geht es nach Tsingtao, eine Stadt die mal in deutscher Hand war. Das Bier dort wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut! Ich berichte!
Liebe Grüße aus Shanghai, Anni
8.8.13 04:18
 
Letzte Einträge: zweites Wochenende und Alltag, Typisch China, Peking 1, Peking 2 und Hongkong, Nachtrag Typisch China


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