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Das erste Wochenende mit Thilo

Hallo zusammen, nun ist es schon wieder ein paar Tage her, dass ich das letzte Mal berichtet habe. Mein erstes Wochenende hier war genial. Freitag Abend ist Thilo gekommen. Das war super, sonst hätte ich mich, glaube ich, das erste Mal etwas einsam gefühlt. Thilo war gegen 21:30 bei mir, dann haben wir uns nur noch mit einem Bier auf meinen Balkon gesetzt und die Aussicht genossen. Am Samstag hat uns dann eine Bekannte von Thilo (Stella) abgeholt. Sie ist Chinesin und war dementsprechend der perfekte guide durch Shanghai. Erst einmal ging es chinesisch essen. Es gab Fisch und Gemüse. Das Gemüse gegart, der Fisch natürlich frittiert Danach weiter zum Sightseeing. Wie? Mit der Metro. Obwohl mich alle vor dem Metro fahren in Shanghai gewarnt haben, kann ich nur sagen, dass es absolut angenehm war. Zumindest, wenn man nicht zur Rush hour fährt. Die Beschilderungen sind auch auf Englisch und die Metro kommt ca alle 3 Minuten. Genial! Warum also Stunden im Stau stehen? Zuerst ging es nach Xin tian di, in ein Viertel ganz bei mir in der Nähe, dass sich durch viele Cafés und eine schöne Promenade auszeichnet. Dort geht es ums sehen und gesehen werden. Da wir nicht entsprechend gekleidet waren, entschieden wir uns fürs "Sehen". Wir haben uns in ein Café gesetzt und Menschen beobachtet, dass macht hier noch mehr Spaß als in Deutschland. Stella hat mir erklärt, dass es für Chinesinnen viel schöner ist, wenn die Haut so weiß wie möglich ist. Weiß wird mit Eleganz und Reichtum verbunden. Es bedeutet, dass man nicht draußen in der Sonne arbeitet. Reiche Chinesinnen lassen sich sogar Chemiekalien spritzen, die die Haut weißer machen. Total verrückt, à la Michael Jackson. Das hat mir dann auch erklärt, warum so viele Chinesinnen nicht ohne Regenschirm aus dem Haus gehen, oder beim Roller/ Moped fahren dicke Handschuhe und total abgefahrene Kopfbedeckungen tragen. Alles nur als Bräunungsschutz. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich wir in Deutschland sogar ins Sonnenstudio gehen, um ein wenig gebräunt zu sein. Eine braunere Haut wird in Deutschland nämlich für frisch und gesund gehalten. Cultural difference vom feinsten. Von Xin tian di sind wir dann weiter zum Peoples Square gelaufen, durch viele kleine Gassen, entlang an großen Wolkenkratzern, wieder purer Gegensatz. Der Peoples Square ist der zentrale Platz in Shanghai. Platz ist eigentlich untertrieben, man könnte ihn eher als einen Park bezeichnen, mit perfekt geschnittenem Gras und akkurat hergerichteten Bäumen. Auf dem Weg zum Peoples Square hat Stella uns eine Markthalle gezeigt, wo die ganz normale chinesische Bevölkerung einkauft. Das hat mich wirklich geschockt, Hygiene Standards adé. Viel zu krass, das Fleisch und der Fisch liegen bei 35 Grad ungekuehlt herum, der Metzger raucht beim Fleisch schneiden. Auch die Eier lagern in der brütenden Hitze. Wahnsinn. Aber das Gemüse und Obst sah genial aus. Es gab so viele Sorten, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, wie z.B. eine Zucchini mit dem Durchmesser einer Wassermelone. Dann wieder mit der Metro nach Hause und abends wieder auf meinem Balkon gechillt. Das Sightseeing bei an die 40 Grad ist einfach zu anstrengend. Am Sonntag sind Thilo und ich dann auf eigene Faust losgezogen. Mit der Metro erstmal nach Pudung, dem neuen, modernen Teil Shanghais, wo die meisten Unternehmen sitzen (Evonik nicht) und sich die höchsten Gebäude der Stadt befinden. Erster Stop war der berühmte Markt am Technology Museum, der für seine Markenartikel bekannt ist Thilo war vom Verkaufswillen der Händler sowas von überfordert, dass wir nach einem kurzen Blick gleich wieder die Biege gemacht haben. Wir sind dann 7 km die century Avenue runter gelaufen, vorbei an den höchsten Gebäuden, mit dem Ziel zum Huang pu (dem Fluss, der Shanghai in Pudong und Puxi teilt) zu gelangen. Wahnsinn! So hoch kann man gar nicht gucken. Fast am Flussufer angelangt haben wir dann einen Paulander Biergarten entdeckt. Auf der Suche nach dem Eingang zum Biergarten und in freudiger Erwartung auf ein kühles Radler passierte es dann: "Hello, welcome to China, can I have a photo with you?" Eindeutig ein Provinz-Chinese, der im Gegensatz zu den Shanghaiern nicht an Westler gewöhnt war. Thilo und ich guckten uns verdutzt an, lachten und posierten artig. Erst ich, dann Thilo. Nach unserem kühlen Radler haben wir dann die Fähre von Pudong nach Puxi genommen, die genau wie die Metro auch nur ca 30 cent kostet. Als sich die Schranken der Fähre öffneten, rannten die Chinesen los...Dies stellte sich als nicht ganz unbegründet heraus, denn die Geländer Platze der Fähre waren knapp und der Blick auf Pudong zur einen und Puxi zur anderen Seite überragend. In Puxi angekommen sind wir dann noch einmal die Promenade entlang gelaufen, haben die obligatorischen Touri fotos gemacht und sind mit der Metro nach Hause gefahren. Abends waren wir wieder viel zu platt, um aus dem Haus zu gehen. Das erste Wochenende war also wirklich genial, vielen Dank Thilo! Gestern Abend war ich mit drei chinesischen Kollegen aus meinem Team essen, im Shanghai Opera Restaurant. Ich glaube, ich war die einzige nicht-chinesin in dem Laden. Das Essen war genial. Es gab frischen Fisch (der uns vorher noch lebend am Tisch präsentiert wurde), viel Gemüse und auch Fleisch. Alles wird in kleinen Schalen auf den Tisch gestellt, jeder bekommt dann zwei Paar Chop sticks, ein Paar um sich das Essen auf den Teller zu tun, ein paar zum essen. Dazu gab es erst Tsingtao Bier und dann lauwarmen Reiswein. Absolut göttlich, ich habe selten so lecker gegessen und getrunken. Während des Essens gab es chinesischen Gesang, der jedoch beim Geräuschpegel im Restaurant etwas unterging. Die Kollegen haben mir sogar noch eine Flasche Reiswein zum Mitnehmen bestellt. Der Abend war super, es ist schon etwas anderes mit richtigen Chinesen essen zu gehen. Die kennen sich einfach besser aus. Allerliebste Grüße nach good, old Germany!
10.7.13 00:36
 
Letzte Einträge: zweites Wochenende und Alltag, Typisch China, Peking 1, Peking 2 und Hongkong, Nachtrag Typisch China


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